BFKDO Amstetten

Geschätzte Feuerwehrkommanden!
Geschätzte Kameraden!

Es waren bewegende fünf Jahre – und die 89 Feuerwehren aus sechs Feuerwehr-Abschnitten (Haag, St. Peter/Au, Waidhofen/Ybbs-Stadt, Waidhofen/Ybbs-Land, Amstetten-Land, Amstetten-Stadt) haben in diesen fünf Jahren viel bewegt. Das darf ich sagen, weil mit Anfang 2026 es fünf Jahre her ist, dass die Kommandos auf Feuerwehr-, Abschnitts- und Bezirksebene gewählt worden sind und nun wieder Neuwahlen anstehen. Es wird ein Feuerwehr-Superwahljahr und wir können uns alle noch gut erinnern: vor fünf Jahren durften wir Neuwahlen und Mitgliederversammlungen abhalten: aber unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen. Es galt: Masken tragen, Abstand halten und die Temperatur wurde gemessen. Corona hatte uns fest im Griff. Ich bin stolz, dass dennoch alle Feuerwehren unseres Bezirks rund um die Uhr einsatzbereit geblieben und im Ernstfall ausgerückt sind. Wir haben so manches aus dieser Ausnahmezeit gelernt. 

Nach der Corona-(Un-)Zeit ist unser Feuerwehrwesen wieder aufgeblüht: man freute sich auf Übungen; die Wettkämpfe stärkten die Kameradschaft – im Jahr 2025 haben die FF Thürnbuch/Au fantastische Bezirkswasserdienstleistungsbewerbe und die FF St. Valentin perfekte Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe für die Jugend und die Aktiven organisiert; die Feuerwehrfeste wurden wieder zelebriert; die Mannschaften waren wieder voll motiviert. Und das Beste: überall boomt die Kinder- und Jugendarbeit. Vor fünf Jahren hatten wir 588 10 bis 15-Jährige, jetzt sind es 772. Das haben wir vielen tollen Jugendsachbearbeitern zu verdanken, aber auch dem Jugendgefühl, das besagt: „Bei der Feuerwehr dabei zu sein ist cool. Dort haben wir Gemeinschaft, Spiel und Spaß – und wir tun etwas Sinnvolles!“ Das alles ist dennoch kein Selbstläufer: Wir werden weiter werben und bitten unsere Jugendbetreuer weiterhin darum, so großartige Arbeit zu leisten.

Ja, es ist viel Gutes geschehen. Der Maßstab, an dem wir gemessen werden, sind aber die Einsätze. Das September-Hochwasser 2024 war eine wirkliche Herausforderung und blieb lange in Gedächtnis: Besonders war etwa die Ehrungsfeier im Sommer 2025 in Loosdorf, als auch Einsatzkräfte aus unserem Bezirk gewürdigt wurden. Ich bin wirklich dankbar für jede einzelne Ausrückung: jede stellt eine Herausforderung dar und es geht oft um viel. Ich darf viel Lob seitens der Bevölkerung weitergeben: Wer rettet Menschen aus Unfallwracks auf der Westautobahn? Wer löscht den B3-Brand eines Vierkanters? Wer zieht einen vom Navi verirrten LKW aus dem Wald? Wer ermöglicht mit Brandsicherheitswachen erst viele Veranstaltungen? Wer holt das eingebrochene Kalb aus der Güllegrube? Wir kennen die Antworten und ich könnte diese Liste mit unseren Tätigkeiten massiv erweitern … 

Wir stellten die Mannschaften, wir üben dafür, wir haben das Know-how, wir wissen, wie Gerätschaften und Fahrzeuge bedient werden. Die Bevölkerung weiß das zu schätzen: das zeigen unzählige Vertrauensindex-Umfragen und das wissen wir von alltäglichen Rückmeldungen.

Das führt mich auch dahin, wohin eine Rückschau im Feuerwehrwesen fast schon logischerweise münden muss: in den Dank!

Die Zusammenarbeit mit den anderen Blaulichtorganisationen, mit der Bezirkshauptmannschaft und anderen Behörden sowie mit der Politik war stets professionell und von Wertschätzung getragen. Die Disponenten in der Bereichsalarmzentrale bei der FF Amstetten haben ebenfalls wieder hervorragende Arbeit geleistet – sie sind so etwas wie die Herzkammer im Bezirks-Feuerwehrkörper. Ihre Informationsweitergabe und Koordination ist die Grundlage aller Einsätze. 

Ich danke den Feuerwehrkommandos unserer 89 Feuerwehren sowie den sechs Abschnitts-feuerwehrkommandos in unserem Bezirk: Wir haben uns immer bemüht, unser Wissen aus höheren Ebenen an sie weiterzugeben und wenn es Probleme oder Anliegen gab, hat das Bezirksfeuerwehr-kommando immer versucht, lösungsorientiert zu arbeiten. Ich glaube, das ist sehr oft zum Nutzen aller gelungen. Ich sage auch unseren Bezirkssachbearbeitern und Chargen ein großes Danke: (fast) Alle werden sich auch in den nächsten fünf Jahren weiter engagieren. Es ist uns wichtig, mit solchen Experten in den verschiedensten Bereichen umgeben zu sein!

Es ist mir weiters ein besonderes Anliegen, meinem Stellvertreter Josef Fuchsberger, dem Verwaltungsdienst Florian Kammerhuber, Melanie Krieger und Dominik Golser für die Arbeit in den letzten fünf Jahren zu danken. Das Bezirksfeuerwehrkommando – das kann man mir glauben – ist so manchen Kilometer gelaufen und tausende Kilometer gefahren, um die Sicherheit in unserem Bezirk und darüber hinaus zu organisieren und zu gewährleisten!

Ich glaube, es waren fünf gute Feuerwehrjahre. Ein Wunsch bleibt: bitte erzählen Sie weiter, wie wertvoll die Arbeit der Feuerwehren ist. Über jeden Eintritt freuen wir uns: ob als Jugendlicher oder als „Spätberufener“. Viele Hände und Talente braucht es, um unser Feuerwehrwesen gemeinsam zu tragen!

Euer Bezirksfeuerwehrkommandant

Rudolf Katzengruber, LFR