BFKDO Amstetten

Ein schweres Gewitter mit Starkregen, Hagel und heftigen Sturmböen hat am Nachmittag des 31. Mai im Bezirk Amstetten für ein enormes Einsatzaufkommen gesorgt. Innerhalb kürzester Zeit mussten dutzende Feuerwehren zu zahlreichen Schadensstellen ausrücken.

Die Gewitterfront erreichte die Region gegen 16:30 Uhr und hinterließ innerhalb weniger Minuten massive Schäden. Besonders die starken Windböen sorgten dafür, dass zahlreiche Bäume entwurzelt wurden und auf Straßen, Fahrzeuge sowie Verkehrswege stürzten. Auf der Westautobahn A1 kam es dadurch zu mehreren Verkehrsunfällen. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck daran, die blockierten Fahrbahnen wieder freizumachen und Gefahrenstellen abzusichern.

Die Feuerwehren wurden innerhalb von nur 20 Minuten zu mehr als 50 Einsätze disponiert. Parallel dazu gingen hunderte Notrufe bei der Bereichsalarmzentrale Amstetten ein. Die Feuerwehren standen dabei nahezu gleichzeitig an unterschiedlichsten Einsatzorten im Einsatz.

Besonders kritisch entwickelte sich die Situation in Ernsthofen. Dort wurden mehrere Personen auf einem Gewässer von plötzlichen Sturm- und Windböen überrascht und konnten nicht mehr selbstständig ans Ufer gelangen. Die alarmierten Feuerwehren reagierten rasch und brachten die Betroffenen sicher in Sicherheit. Glücklicherweise blieb es bei diesem Einsatz ohne Verletzte.

Auch der Bahnverkehr war von den Auswirkungen des Unwetters betroffen. In St. Valentin stürzte ein Baum auf eine Oberleitung der ÖBB. Durch die Beschädigung kam es zu einem Brand im Bereich der Stromversorgung. Ein Zug musste daraufhin auf freier Strecke angehalten werden. Gemeinsam mit den ÖBB arbeiteten die Einsatzkräfte an der Sicherung und Freimachung der Strecke.

Währenddessen sorgten heftige Regenfälle im Bezirk Scheibbs zusätzlich für Probleme. Dort kam es infolge der enormen Wassermengen zu einem Murenabgang, der weitere Einsätze notwendig machte.

Von Menschenrettungen über Verkehrsunfälle bis hin zu Sturmschäden und Problemen bei der Infrastruktur waren die Feuerwehren mit einer Vielzahl an Einsatzszenarien konfrontiert. Das Unwetter zeigte eindrucksvoll, wie schnell extreme Wetterereignisse ganze Regionen gleichzeitig treffen können.