„Keine Angst vor dem Funkgerät!“ – unter diesem bewährten Leitspruch stand am Freitag, dem 23. Oktober 2027, das Modul „NRD15 Praktische Funkgespräche“ in Wolfsbach. Insgesamt stellten sich an diesem Wochenende über 60 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Amstetten den Herausforderungen des Nachrichtendienstes. Im und rund um das Feuerwehrhaus Wolfsbach wurden die 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Freitagabend rund vier Stunden lang intensiv mit einer Vielzahl von Funksprüchen konfrontiert. Das Ziel des Abends war die Festigung der Ausbildungspunkte A10 und NRD10e. Dabei lagen die Schwerpunkte auf der korrekten Gerätebedienung, der Einhaltung der Funkverkehrsregeln, der richtigen Verwendung der Funkrufnamen, der präzisen Durchgabe von Wörtern und Zahlengruppen sowie dem fehlerfreien Ausfüllen von Formularen. Bezirkssachbearbeiter Hermann Reitbauer zeigte sich begeistert von den Leistungen: „Die Digitalisierung und moderne Technik sind wichtige Werkzeuge, aber die fehlerfreie Kommunikation im Ernstfall steht und fällt mit der Praxis. Zu sehen, wie fokussiert und motiviert die Kameradinnen und Kameraden hier ans Werk gehen, nimmt im wahrsten Sinne des Wortes jede Scheu vor dem Funkgerät.“ Zusammen mit dem Frühjahrsmodul konnte das Ausbilder-Team damit im Jahr 2027 bereits insgesamt 56 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk erfolgreich in diesem Bereich ausbilden.
Arbeiten in der Einsatzleitung
Bereits am nächsten Morgen, am Samstag, dem 24. Oktober 2027, startete um 07:00 Uhr das ganztägige Folgemodul „Arbeiten in der Einsatzleitung“ (NRD20). Hierzu fanden sich erneut 32 Teilnehmer im Feuerwehrhaus Wolfsbach ein. Auf der Tagesordnung standen die Grundlagen der Einsatzführung, Hilfsmittel in der Einsatzleitung, Kartenkunde sowie der Lotsendienst. Im anschließenden Stationsbetrieb wurden die Teilnehmer gezielt für die Kernfunktionen einer Einsatzleitung geschult, darunter der Leiter der Einsatzleitung, der Lageführer, der Einsatzschreiber und der Funker beziehungsweise Melder. „Eine strukturierte Einsatzleitung ist das Gehirn jedes größeren Einsatzes. Hier wird koordiniert, dokumentiert und entschieden. Die Teilnehmer haben im Stationsbetrieb bewiesen, dass sie auch unter Stress einen kühlen Kopf bewahren und die Rollenverteilung perfekt beherrschen“, betonte Hermann Reitbauer im Rückblick auf die intensive Ausbildung.
Ein besonderes Highlight an diesem Wochenende war zudem, dass einige Feuerwehrkameraden der Einladung gefolgt waren, um als potenzielle neue Mitarbeiter in die Tätigkeit des Ausbilders und Lehrbeauftragten für den Nachrichtendienst hineinzuschnuppern. Ein großes Dankeschön gilt allen hochmotivierten Teilnehmern, dem engagierten Ausbilder-Team sowie der Feuerwehr Wolfsbach für die hervorragende Gastfreundschaft und Bereitstellung der Infrastruktur. Ebenso bedankt sich der Nachrichtendienst bei Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Rudolf Katzengruber für seinen geschätzten Besuch und das damit gezeigte Interesse an dieser wichtigen Ausbildung.
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