Beim Abschnittsfeuerwehrtag im Pfarrsaal von Amstetten-St. Stephan präsentierte das Abschnittsfeuerwehrkommando Amstetten-Stadt den Feuerwehrmitgliedern, den Vertretern mehrerer Organisationen und der Bezirkshauptmannschaft sowie der Politik eindrucksvolle Zahlen zum Feuerwehrwesen im Abschnitt präsentieren. Dabei kündigte Abschnittsfeuerwehrkommandant Stefan Schaub eine umfangreiche Mitgliederbefragung an, um vor allem auf die Bedürfnisse der jungen Feuerwehrleute einzugehen und sie stärker miteinzubinden. Schaub: „Wir müssen die Zukunft gestalten! Mit unseren jungen Kameradinnen und Kameraden wollen wir zukunftsfit werden!“ Er verspricht: „Die Bevölkerung soll sich heute, morgen und auch in vielen Jahren auf uns verlassen können!“
Abschnittsfeuerwehrkommandant Schaub begrüßte u.a. „Hausherr“ Peter Bösendorfer, Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber und dessen Stellvertreter Josef Fuchsberger, Landtagsabgeordneten Lukas Michlmayr und Bürgermeister Christian Haberhauer sowie zahlreiche Feuerwehrmitglieder. Aus acht wurden neun: Mit der Betriebsfeuerwehr Landesklinikum Amstetten bekam der Abschnitt Zuwachs.
702 Mitglieder – davon 102 Kinder und Jugendliche von 10 bis 15 Jahren – engagieren sich in den acht Feuerwehren des Abschnitts (Freiwillige Feuerwehren Amstetten, Edla-Boxhofen, Greinsfurth, Preinsbach, Ulmerfeld-Hausmening sowie die Betriebsfeuerwehren Wieland-Austria, Landesklinikum Mauer, Landesklinikum Mauer und Mondi-Neusiedler). Darunter sind bereits 99 Frauen, im Vergleich zu anderen Regionen ist das ein außerordentlich hoher Prozentsatz. Bald wird man auch die Hunderter-Marke knacken, ist man sich im Abschnittsfeuerwehrkommando – diesem gehören neben Schaub auch Christoph Stockinger (Stellvertreter), Jürgen Glinzinger (Leiter des Verwaltungsdienstes) und Christoph Kickinger (Verwalter-Stv.) an – sicher.
103 Brände
Im vergangenen Jahr wurden die Amstettner Feuerwehren zu 103 Brandeinsätzen alarmiert. Dabei leisteten die Einsatzkräfte über 3.400 Brand-Einsatzstunden. Die Statistik weist neun Großbrände aus.
Insgesamt mussten die acht Feuerwehren 1039 mal ausrücken – also fast drei Mal täglich: Darunter auch zu 66 Schadstoffeinsätzen und zu 571 Technischen Einsätzen. Dazu zählten über 150 Verkehrsunfälle mit etwa 80 Menschenrettungen und über 20 Tierrettungen, zählt Abschnittsfeuerwehrkommandant Schaub auf. Auch 185 Brandsicherheitswachen wurden übernommen. Insgesamt standen die Amstettner Feuerwehren 9.886 Stunden im Einsatz. Rechnet man alle Tätigkeiten zusammen, ergeben sich 71.659 ehrenamtliche Stunden!
Neue Herausforderungen, neue Techniken
Abschnittsfeuerwehrkommandant Stefan Schaub gab in seinem Referat einen Rückblick und einen Ausblick. So wurde der Waldbrandeinsatzplan thematisiert – dieser werde künftig neben Einsätzen bei Waldbränden herangezogen, wird aber auch bei Forstunfällen oder bei Personensuchen helfen. Auch Neuerungen bei der Tunnelbrandbekämpfung stellte Schaub vor, neue Taktiken werden in die Alarmpläne eingearbeitet. 65 Amstettner Atemschutzträger machten dafür eine spezielle Tunnelbrandausbildung.
Schaub thematisierte als Experte im Bereich Vorbeugender Brandschutz auch zwei Katastrophen: nämlich die Brände in Hongkong und Schweiz zu Silvester mit vielen Toten. Auch wenn die Umstände teils andere waren, gelte es auch bei uns wachsam zu sein, um solche schrecklichen Ereignisse präventiv zu verhindern.
„Amstetten ist stolz auf euch!“
Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer betonte: „Ich bin stolz auf das Feuerwehrwesen in Amstetten.“ Er gratulierte dem Abschnittsfeuerwehrkommando zur erfolgten Wiederwahl im Februar. Haberhauer dankte auch für die Weitergabe von Werten und Traditionen an die Jugend. Lukas Michlmayr war erstmals als Landtagsabgeordneter beim Abschnittsfeuerwehrtag in Amstetten. Er machte dabei auch Werbung für den Besuch der Landesausstellung.
Bezirksfeuerwehrkommandant Katzenruber gratulierte den neu- und wiedergewählten Kommandanten der Feuerwehren. Gerade aufgrund der vielen Herausforderungen – wie neue Techniken – sei es bedeutsam, dass Verantwortung übernommen wird.
Ein weiterer Höhepunkt waren zahlreiche Ehrungen auf Gemeinde- und Landesebene:













