Mehrere Tage machte ein ganz besonderes Trainingsgerät in Purgstall Station: Ein LKW mit einem Aufleger, in dem sich eine moderne, gasbetriebene Brandsimulationsanlage befindet, stand für intensive Übungseinheiten in extremen Situationen bereit.
Auch 65 Feuerwehrmitglieder Atemschutzträger aus dem Bezirk Amstetten nutzen die Gelegenheit, unter realitätsnahen Bedingungen mit echtem Feuer, Rauch und Hitze zu trainieren. Im Fokus stehen dabei der Innenangriff, der sichere Umgang mit dem Atemschutzgerät sowie das richtige Verhalten im Brandeinsatz.
Dabei konnten die Feuerwehrmitglieder einen Löschangriff bei einem simulierten Brand üben, wobei mit Temperaturen von bis zu 800 Grad gearbeitet wurde. Solche praxisnahen Trainings sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Einsatzvorbereitung – denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.
Bedeutung des Atemschutz
Der Atemschutz ist die Lebensversicherung der Feuerwehr und bildet das Fundament für die moderne Brandbekämpfung und Menschenrettung. Da Brandgase hochgradig toxisch sind und in geschlossenen Räumen schnell Sauerstoffmangel herrscht, macht der sogenannte schwere Atemschutz ein Vordringen zum Gefahrenherd überhaupt erst möglich. Durch umluftunabhängige Pressluftatmer werden die Einsatzkräfte autark mit Atemluft versorgt und so effektiv vor tödlichen Rauchgasen, Chemikalien und Dämpfen geschützt. Aufgrund der extremen körperlichen und psychischen Belastung im Einsatz erfordert das Tragen von Atemschutz eine tadellose gesundheitliche Fitness, regelmäßige ärztliche Kontrollen sowie eine fundierte, fortlaufende Ausbildung. Ohne diese strikt geregelte Schutzkomponente wäre eine sichere und effektive Gefahrenabwehr im Innenangriff heute undenkbar.
Es waren auch Atemschutzausträger, darunter Bezirkssachbearbeiter Jürgen Elser, aus dem Bezirk Amstetten dabei – sowie aus den Bezirken Scheibbs, Melk und Lilienfeld
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