30 Jahre Bezirksalarmzentrale - ein


Am 7. Juli 1992 ging die Alarmzentrale der FF Amstetten mit der Alarmierung des Abschnittes Amstetten in Betrieb - verweist Andreas Dattinger, Kommandant der FF Amstetten, auf einen "Meilenstein für die Sicherheit und für das Feuerwehrwesen im Bezirk Amstetten, im Magistrat Waidhofen/Ybbus und im Bezirk Scheibbs". Die Alarmierung der Feuerwehren im Abschnitt Amstetten verrichteten früher die Portiere des Krankenhauses Amstetten. Die Feuerwehren des Bezirkes Amstetten wurden durch Feuermeldestellen (Feuerwehrkommandanten, Gasthäuser oder auf der Gemeinde) alarmiert, indem jemand zum Feuerwehrhaus lief und die Sirene auslöste.

"In langwierigen Gesprächen - zuerst mit dem Bürgermeister von Amstetten, Herbert Katzengruber, später mit den Gemeindevertretungen des Bezirkes - erreichten unter Führung des damaligen Kommandos Helfried Blutsch, Josef Hochstöger, Rudolf Enengel sowie Armin Blutsch die Errichtung der Alarmzentrale Amstetten im Feuerwehrhaus Amstetten", erinnert Dattinger.

Das ehemalige Zeugmeisterlager wurde zur Alarmzentrale umgebaut, dies geschah Großteiles in Eigenregie der damals ebenfalls neu angestellten Feuerbediensteten Alois Mathy, Gerhard Streisslberger und Dietmar Bodenstein.

Kurz darauf wurde der ganze Bezirk Amstetten zur Alarmierung fertiggestellt und betrieben. Der Magistratsbereich Waidhofen/Ybbs und der Bezirk Scheibbs schlossen sich über die Jahre der Bereichsalarmzentrale an und somit werden jetzt 123 Freiwillige und Betriebsfeuerwehren alarmiert.

Eine der Größten Herausforderungen stellte das Donauhochwasser 2013 dar, als der Alarmierungsverbund Amstetten/Krems/Mödling in Betrieb ging. Dabei mussten innerhalb von 24 Stunden 1300 Notrufgespräche entgegengenommen und disponiert werden. Auch letztes Jahr mussten beim Hochwasser am 18. Juli im Bezirk Amstetten in den ersten 4 Stunden 540 Notrufe entgegengenommen werden, was 600 Alarmierungen zur Folge hatten.

In den letzten 30 Jahren verrichteten 43 freiwillige Mitglieder der FF Amstetten diese Dienste: wochentags von 19 bis 6 Uhr, an den Wochenenden von 18 Uhr bis montags 6 Uhr. Feiertage werden ebenfalls von Freiwilligen besetzt. Einige der Kameraden sind bereits verstorben oder verunglückt. Mit 21 Mitgliedern wurde der Freiwilligenbetrieb gestartet, derzeit verrichten 13 Mann diese Dienste, drei stehen
in der Ausbildung.

Drei Kameraden sind auch nach 30-jährigen Dienstbetrieb noch in der Bereichsalarmzentrale tätig. Diese sind BI Herbert Puchebner mit 1.228 Diensten, ABI Andreas Dattinger mit 1.187 Diensten und EHLM Dietmar Bodenstein mit 622 Diensten - Bodenstein ist auch als Hauptberuflicher seit Beginn an in der BAZ tätig.

Insgesamt wurden 14.671 Freiwilligendienste in den letzten 30ig Jahren geleistet. Dattinger abschließend: „Dank gebührt jedem einzelnen, der sich dafür in den Dienst der Freiwilligkeit stellt, und möge uns diese noch lange erhalten bleiben."

Fotos (FF Amstetten): FF-Amstetten Kommandant Andreas Dattinger und sein Stellvertreter Jürgen Glinzinger ehren verdiente BAZ-Mitarbeiter der ersten Stunde.



Verfasst am 16.07 - 08:38

 
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