Hochwasser 04.06.2013


 

Am Dienstag, den 04. Juni 2013 wurden Hubschrauber vom Österreichischen Bundesheer (Black Hawk, AB212 und 2 ALOUETTE III) sowie des Innenministeriums (Libelle) und die Flugdienstgruppe West zur Dammsicherung in Wallsee angefordert.  Zur Sicherung wurden Big Bags mit Grob Kies gefüllt als Schutz vor einem Dammbruch verstärkt.

Update, 04.06.2013 16:00 Uhr 


In Freyenstein bei Neustadtl/Donau wurde der Damm gesichert, die Pumpen werden bis in die frühen Morgenstunden den Mittwoch, den 05. Juni in Betrieb bleiben.  

 

Ardagger:    

Ist die Lage gleichbleibend und ist mit den vorhandenen Einsatzkräften zu überwinden.  

 

 

St. Pantaleon:
Im Ortskern ist glücklicherweise der Pegel bis zu ca. 15cm gesunken. Morgen wird voraussichtlich der Hochwasserschutzdamm abgebaut.  

 

 

Kollmitzberg: 

In Kollmitzberg steigt der Pegel noch leicht an, 8 Objekte sind bereits vom Wasser betroffen die Bewohner der Häuser werden durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte versorgt.
 

Bei der ganzen Tragik, die mit dem derzeitigen Hochwasser
verbunden ist gibt es trotzdem immer wieder auch schöne Begebenheiten die zum
Weiterarbeiten motivieren. So konnte die FF Kollmitzberg heute zwei kleine
Rehkitze aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit bringen. Auf dem Bild
sieht man eines der beiden Rehkitze mit ihrem Retter Andreas Haunschmid.
 

 

Wallsee:  

Die Tendenz in Wallsee hat bereits mittags ihren Höchststand erreicht steigt aber desto trotz noch leicht an. Gestern wurde ein Grundbruch des Dammes in einer Länge von 200m festgestellt. Alu Wände in der Höhe von 4,2 Meter sind durch den großen Wasserdruck instabil geworden mit Big Packs gefüllt mit Grob Kies mit rund 2 Tonnen wurden mit Hubschraubern zu den Dämmen geflogen und verstärkt.  Insgesamt wurden 25 Big Bags abgeworfen.  

 

Gleichzeitig kenterte ein Motorboot  auf Stromkilometer 2089 von der Bereichsalarmzentrale wurden sofort die Freiwilligen Feuerwehren Ardagger Markt, Sindelburg, Stefanshart, Wallsee, Saxen (OÖ) und die Feuerwehr Grein (OÖ) alarmiert. Mit dem A-Booten der Feuerwehren Wallsee und Stefanshart begaben sich die Einsatzkräfte zum Einsatzort. Auch ein Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres begab sich zur Personenrettung schließlich wurden die 5 Personen mit den A-Boot der Freiwilligen Feuerwehr Wallsee gerettet und nach Wallsee wo sich bereits die Einsatzkräfte des Österreichischen Roten Kreuzes sowie der Notarzthubschrauber befand hingebracht. Die Verletzten wurden erstversorgt und ins Landesklinikum Mostviertel Amstetten abtransportiert.  

 

Zum jetzigen Stand sind 30 Feuerwehren mit 600 Mann im Einsatz.


Durch die unklaren Angaben der Niederschlagsmengen und Pegelprognosen kann noch keine Vorhersage über den Kräften und Gerätebedarf entlang der Donau gegeben werden.    

 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger, Landesfeuerwehrkommandant LBD Dietmar Fahrafellner und Vizepräsident Armin Blutsch erkundeten die Lage mittels  ALOUETTE III entlang der Donau.    

 




Verfasst am 04.06 - 17:51

 
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