FF-Tauchdienst: Man erlebt alle Höhen und Tiefen


Fritz Brandstetter, Mitglieder der FF Preinsbach und Kommandant des NÖ-Feuerwehr-Tauchdienstes zeigt sich erfreut, dass mit Thomas Wagner von der FF Krenstetten, auch ein Kamerad aus dem Bezirk Amstetten den anspruchsvollen niederösterreichweiten Feuerwehrtauch-Lehrgang „Taucher-Basis" erfolgreich absolviert hat – er ist im Mostviertel der einzige, dem dies gelungen ist. Nach der „Taucher-Basis" und den Modulen Taucher 10 und Taucher 20 erreichten nur mehr wenige die Berechtigung, den letzten Kursteil, nämlich die einwöchige Praxisprüfung in Kroatien, anzutreten. Als einer von fünf landesweit hat Wagner es geschafft. Insgesamt haben sich vor drei Jahren 80 Interessierte beworben, um „eine der schwersten und längsten Ausbildungen" im Feuerwehrdienst erfolgreich zu bewältigen, wie Brandstetter betont. 1.850 Schulungsstunden – theoretisch und praktisch – erwartete die Teilnehmer.

Aufgrund der hohen Herausforderungen – körperlich und geistig – sehen viele die Gruppe als Elite-Einheit an. Sie kommen etwa zum Einsatz, wenn Fahrzeuge ins Wasser stürzen. Sowohl bei der Ausbildung als auch bei den Einsätzen gelte, so Kommandant Brandstetter: „Man erlebt alle Höhen und Tiefen!"
Wagner, der im Beruf Landwirt ist und eine Familie hat, ist eher zufällig zum Tauchdienst gestoßen – und dann hängengeblieben, wie er sagt. Er betont – wie auch Brandstetter – die große Kameradschaft in dieser Truppe, wenngleich Neue natürlich erst hineinwachsen müssen. Natürlich brauche es einen „gewissen Vogel", um sich das alles anzutun. Bis jetzt hätten sich aber Familie, Landwirtschaft und die Leidenschaft für den Tauchdienst gut vereinbaren lassen. Die Tauchgruppe West, der Wagner angehört, hat ihren Sitz in Purgstall, ihr gehören knapp 40 Feuerwehrmitglieder an. Bei Einsätzen aber muss er nicht extra dorthin fahren, die Grundausrüstung für das Tauchen ist stets im Auto. Mehrmals musste er schon mithelfen, Wasserleichen zu bergen. An einen schönen Moment erinnert er sich gerne zurück: Als im Sommer des Vorjahres Personen gerettet wurden, deren Auto bei Wallsee in der Donau versank. Zwei zufällig anwesende Feuerwehrmitglieder konnten eine Frau retten, eine andere Person schaffte es aus eigener Kraft. Der Tauchdienst barg anschließend das Auto – aber es war eine gute Stimmung, da es keine Toten gab.

Der neue Ausbildungszyklus des Sonderdienstes Tauchdienst startet mit 1. Jänner 2022. Informationen zur Tauchausbildung sowie alle relevanten Kontaktdaten gibt es unter https://tinyurl.com/AusbildungTD. Tauchdienst-Kommandant Brandstetter hofft auf Teilnehmer aus dem Bezirk Amstetten und aus dem Mostviertel.



Verfasst am 03.11 - 15:18

 
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