Feuerwehrleute aus Bezirk Amstetten berichten von Waldbrandeinsatz in Nordmazedonien


Nach 25 Stunden im Feuerwehrauto sind die Weistracher Feuerwehrmitglieder Thomas Gunsch und Sebastian Pürmayr vom internationalen Einsatz zur Waldbrandbekämpfung in Nordmazedonien am 15. August um 8 Uhr früh heimgekehrt. Sie sind am Mittwoch hingeflogen und vernahmen bald die gute Nachricht, dass der ersehnte Regen den Einsatzkräften helfen werde. Am Flughafen trafen sie auch auf Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber, der zuvor als Sanitäter im Einsatzgebiet gewirkt hat und abgelöst worden ist.

„Überall in den Dörfern winkten uns die Menschen zu und zeigten uns den erhobenen Daumen", berichtet Gunsch von der Dankbarkeit der dortigen Bevölkerung. Der Weistracher Feuerwehrmann, der vor Ort eine Gruppe leitet, erzählt, dass trotz des Regens noch viel Arbeit auf die neu eingetroffenen Kameraden wartete: U.a. wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt und Glutnester beseitigt. Als besondere Herausforderung habe sich erwiesen, dass man in 1500 Meter Seehöhe gearbeitet hat. In dem großen Gebiet waren die Anfahrtswege zu den Einsatzgegenden schwierig, weil es meist nur kleine Straßen, eher Pfade dorthin gab, so Gunsch. Für die großen Einsatzfahrzeuge sei das ein Problem gewesen. Die Hitze sei bei teils über 40 Grad gewesen – und war eine sehr trockene.

„Aber die Schlagkraft der Mannschaft aus Niederösterreich, Wien und der Steiermark war top. Mit dieser Manpower wurden Brandeinsätze kurz nach der Alarmierung erfolgreich bewältigt", so Gunsch, der zur Sondereinheit Waldbrand des Landes gehört. Auch sonst lobt er die hervorragende Organisation: von der Ablöse über die Camp-Logistik mit 120 Einsatzkräften bis hin zur Hygiene. Und: „Bei diesem internationalen Einsatz gab es große Lerneffekte für alle!" Er rechnet damit, dass diese Art von Einsatz nicht der letzte war. Aufgrund der guten Organisation und dem Wissen, dass man ein wichtiges Zeichen der Solidarität gesetzt hat, sei die Stimmung unter den Feuerwehrkräften sehr gewesen, bilanziert Thomas Gunsch.

Insgesamt waren über 400 Feuerwehrmitglieder aus Niederösterreich, Wien und Steiermark in dem Grenzgebiet zu Bulgarien im Einsatz. Sie konnten mehrere Dörfer vor den Flammen retten.

Fotos: Bfkdo Amstetten / Matthias Fischer



Verfasst am 15.08 - 20:35

 
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